Discant-Lautenbuch 1562 |
Tenor-Lautenbuch 1562 |
Anordnung |
| 01. Nun bitten wir den heyligen Geist | 01. Nun bitten wir den Heyligen Geyst |
ad 2
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| 02. Ich klag den tag und alle stund | 02. Ich klag den tag |
ad 2
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| 03. Troestlicher Lieb ich mich stets üb | 03. Troestlicher lieb |
ad 5
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| 04. Mein gmuet und bluet | 04. Mein gmuet und bluet |
ad 2
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| 05. Patientia | 05. Patientia |
ad 5
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| 06. Per illud Ave, ein Duo | 06. Per illud Ave, ein Duo |
ad 2
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| 07. Cest a grand tort | 07. Cest a grand tort |
ad 2
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| 08. Ie suis desheritee | 08. Ie suis desheritee, puis que iay perdu mon amy |
ad 2
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| 09. Plus mille regres | 09. Plus mille Regres |
ad 2
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| 10. Ein froelich wesen | 10. Ein froelich wesen |
ad 7 (2)
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| 11. Mein hertz hat sich mit lieb verpflicht | 11. Mein hertz hat sich in lieb verpflicht |
ad 7 (2)
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| 12. Dismonta del cavallo saltarello | 12. Dismonta del cavallo |
ad 2
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| 13. Lafantina saltarello | 13. Lafantina |
ad 2
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| 14. Ie suis ayme | 14. Ie suis Aymes |
ad 7 (2)
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| 15. Zart schoene fraw 1) | 15. Zart schoene fraw gedenck und schaw |
ad 4
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| 16. Nach willen dein 1) | 16. Nach willen dein |
ad 4
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| 17. Von Edler art ein Frewlein zart 1) | 17. Von edler art |
ad 4
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| 18. Was würt es doch des wunders noch 1) | 18. Was würt es doch |
ad 4
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| 19. Benedictus | 19. Benedictus |
ad 4
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| 20. Amica mea | 20. Amica mea |
unisono
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| 21. Veillez vo | 21. Voules vous |
ad 4
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| 22. Sanguir me fais 1) | 22. Languir me fais |
ad 4
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| 23. Amy souffres 1) | 23. Amy souffres |
ad 4
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| 24. Il estoit une fillete 1) | 24. Il est une Fillete |
ad 4
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| 25. Or combien est | 25. Or combien est |
ad 4
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| 26. Mille regres 1) | 26. Mille Regres |
ad 4
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| 27. Ach Juppiter | 27. Ach Jupiter |
ad 4
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| 28. Hilff Herze Gott | 28. Hilf Herz Gott |
ad 4
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| 29. Il bianco e dulce cigno 1) | 29. Il bianco e dolce cigno |
ad 4
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| 30. Non chi non voglio 1) | 30. Non chi io non voglio |
ad 4
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| 31. Pongente dardo 1) | 31. Pongente dardo |
ad 4
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| 32. Pass e mezo | 32. Pass emezo |
ad 4
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| 33. Il suo saltarello | 33. Il suo salta ello |
ad 4
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| 34. Pas e mezo | 34. Pass emezo |
ad 4
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| 35. Il suo saltarello | 35. Il suo saltarello |
ad 4
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| 36. La gamba | 36. La gamba |
ad 4
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| 37. Le forze d'Ercule | 37. Le forze de Hercule |
ad 4
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| 38. Ein guter Hofftantz | 38. Ein schoener Dantz |
ad 4
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| 39. Proportz darauff | 39. Proportz |
ad 4
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| 40. Pavana | 40. Pavana |
ad 4
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| 41. Les Bouffon | 41. Les buffons |
ad 4
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| 42. Ein kunstreicher Gassenhawer | 42. Ein schoener kunstreicher Gassen- hawer mit fugen |
ad 4
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| 43. Ander Theil | 43. Ander Theyl |
ad 4
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| 44. Proportz der dritt theyl | 44. Proportz & dridt theyl |
ad 4
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| 45. Ein schoener hofftantz 1) | 45. Ein schoener Baierscher Hoffdantz |
ad 4
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| 46. Gassenhawer uff den Tantz | 46. Gassenhawer auff den Tantz |
ad 4
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Die hier editierten Lautenduette stammen aus Wolff
Heckels 1562 erschienenen Drucken "Discant Lauttenbuch von mancherley
schoenen und lieblichen stucken mit zweyen Lautten..." und dem
"Tenor Lauttenbuch von mancherley schoenen und lieblichen Stucken...",
beide Editionen "getruckt zu Straßburg am Kornmarckt bey
Christian Müller". Es handelt sich hier um eine Neuauflage
der beiden gleichnamigen Drucke aus dem Jahre 1556, die jedoch durch einen
anderen Drucker, Urban Wyss Rechenmeister, in Strassburg gedruckt worden
waren. Von der ersten Auflage ist nur das Diskantlautenbuch erhalten,
das inhaltlich identisch mit dem Diskantlautenbuch der Zweitauflage ist.
Die Drucke enthalten in deutscher Tabulatur für 6chörige Laute
nicht nur 46 Duette sondern auch insgesamt 78 weitere Stücke für
Sololaute, verteilt auf die beiden Bücher. Zudem sind viele der Duette
auch einzeln als Solostück spielbar.
Für die vorliegende Ausgabe wurden die Stücke in die französische
Tabulatur übertragen und jene, die "im Abzug" ein Umstimmen
des 6. Chores erfordern, für ein 7chöriges Instrument umgeschrieben,
so daß ein Umstimmen nicht mehr nötig ist, zumal heutigentages
die meisten Lautenisten ein Instrument mit mehr als 6 Chören besitzen.
Von Wolff Heckel ist nur bekannt, daß er aus München stammt
und zur Zeit des Erscheinens der Drucke "Bürger zu Strassburg"
war. Erstaunlich für die Herausgeber dieser Edition ist der Umstand,
daß die vielen publizierten Fehler in den Duetten Heckels offenbar
in der zweiten Auflage belassen wurden, die meisten Stücke konnten
erst nach umfangreicheren Arbeiten spielbar gemacht werden. Daß
es dennoch zu einer zweiten Auflage der beiden Bücher kommen konnte,
kann man sich nur durch die möglicherweise große Nachfrage
nach den Solostücken erklären.
Von den 46 Duetten ist eines für gleiche Lauten, 9 sind für
Lauten ad secundam, 31 für ad quartam, 2 für ad quintam und
3 für ad septam. Die drei Ad-Septam-Stücke stehen im ersten
Teil des Buches, der laut Heckel 14 Stücke für Lauten ad secundam
enthalte. Unsrerer Meinung nach handelt es sich bei diesen Stücken
um Ad-Secundam-Duette, deren Stimmen in den Büchern vertauscht wurden.
Sie wurden daher in die vorliegende Sammlung als Ad-Secundam-Stücke
aufgenommen.
Alle Stücke wurden bisher offenbar noch nicht veröffentlicht,
das ist der Grund für diese Publikation. *1)
Die Numerierung der Stücke folgt der Anordnung, wie sie Heckel in
seinen Büchern vorgenommen hat. Es fehlen folglich die Nummern 3
und 5, bei denen es sich um Ad-Quintam-Duette handelt.
Die folgende Übersicht zeigt alle Duette Heckels. Die mit 1)
markierten Stücke sind bei Sayce veröffentlicht worden.
spielbar gemacht und in die französische Tabulatur übertragen
von
Wolfgang Meyer und Ekkehard Schulze-Kurz
Bei den vorliegenden Heckel-Duetten handelt es
sich - mit Ausnahme der beiden italienischen Duette Nr. 12 und 13 - um
jenen Typ des deutschen Lautenduetts, bei dem beide Lautenstimmen, Diskant
und Tenor, Stimmen der vokalen Vorlage verdoppeln, häufig ist die
Kombination Sopran, Tenor, Baß anzutreffen, die Stimmen unterscheiden
sich meist nur in den unterschiedlich auftretenden Diminuitionen und in
den vom Bearbeiter hinzugefügten Fülltönen. Außerdem
wird in einer der beiden Lautenstimmen oft eine zusätzliche Stimme
der Vorlage hinzugefügt.
Dies geschieht durch den Lautensatz bedingt nicht in strenger Form. *2)
Daher ist es kein großer Eingriff in die Substanz der Musik, wenn
man den einen oder anderen unbequem zu greifenden Akkord durch einen reduzierten,
leicht zu greifenden ersetzt ( z.B. in Nr. 1, im Tenor in Takt 40, oder
in Nr. 7, im Tenor in Takt 16).
In einigen Duetten sind zwischen den musikalischen Abschnitten zwei halbe
Pausen notiert, die unserer Meinung nach weggelassen werden können,
da dann die musikalische Struktur straffer erscheint (In Nr. 2, 4 und
11).
Die vorliegende Ausgabe hält sich jedoch streng an die Vorlage Heckels,
soweit dies möglich ist. Alle vorgenommenen Änderungen sind
im Revisionsbericht aufgeführt.
